Seit Jahrzehnten werden Fahrzeuge von Axel nach Nisse geliefert

Seit Jahrzehnten werden Fahrzeuge von Axel nach Nisse geliefert

Die Kontakte zwischen Bosman Transport in Nisse und Kraker Trailers bestehen schon seit vielen Jahren. Bereits länger als Jan de Kraker das Werk in Axel leitet. In dieser Zeit kaufte Bosman bereits Kipper beim „alten“ Kraker.

Bosman hat sich auf den Transport von vorwiegend losen Agrarprodukten und palettierten Produkten spezialisiert. Der Einsatzbereich ist Westeuropa. Bei Bosman werden sowohl K-Forces als auch Kipper gefahren.

Schubbodenauflieger waren ein Wendepunkt

Bosman Transport wurde 1924 von Gilles Bosman gegründet. Mittlerweile ist mit Wiebe Bosman die vierte Generation Bosman in der Geschäftsführung. Bosman zeichnet sich durch eine angenehme Arbeitsatmosphäre und eine „flache” Hierarchie aus. Alle Bereiche des Unternehmens, wie Planung, Geschäftsführung, Werkstatt und Verwaltung, befinden sich auf dem Gelände in Nisse.

„Wir haben bereits Fahrzeuge bei Carrosseriefabriek de Kraker (unter dem früheren Eigentümer, Anm. d. Red.) gekauft, als Jan noch nicht dabei war. Das waren Aluminium-Kipper. Das muss Anfang der 90er Jahre gewesen sein. Damals nutzten wir sie für den Transport von Muscheln mit besonderen Kühlanlagen. Als Jan de Kraker gemeinsam mit Jan Scheele den Betrieb übernahm, blieb zunächst alles beim Alten. Kraker hat sogar noch einen Kipper mit seitlichen Öffnungsklappen für uns entwickelt. Ein großer Wendepunkt war die Einführung des Schubbodenaufliegers“, beginnt Giljo Bosman zu erzählen. „Denn das stellte eine echte Veränderung dar, als wir Fahrten kombinieren konnten, die Arbeit für die Fahrer angenehmer wurde und das Eigengewicht der Anhänger sank. Und jeder Spediteur weiß: „Je weniger Leerfahrten und je geringer das Gewicht, desto besser“. Die Flexibilität eines Kraker-Aufliegers bietet all das. Eine Fahrt, beispielsweise nach Deutschland, ist effizienter, wenn wir auf dem Hinweg Paletten und auf dem Rückweg lose Ware transportieren.“

Alle Schubbodenauflieger bei Bosman sind Kraker

Fast alle Fahrzeuge der Bosman-Flotte sind Kraker, außer die Kipper. Wiebe, der Sohn von Giljo und aktueller Geschäftsführer, erzählt, dass während der Rübenkampagne auch stets mehr K-Forces eingesetzt werden. „Früher nutzten wir ungefähr 80 % Kipper, heutzutage hat sich das nach 50-50 verschoben.“

Während der Rübenkampagne nutzt Bosman vor allem Schubbodenauflieger vom Typ K-Force Agri. Im Verlauf der Zusammenarbeit wurde die perfekte „Bosman-Konfiguration“ entwickelt. Für Bosman steht die hohe Qualität, kombiniert mit dem geringen Eigengewicht und der maximalen Ladekapazität der K-Force an erster Stelle.

Die Wahl von K-Force Agri, neben der Standardausführung der K-Force, ist logisch. Diese Art Auflieger ist kürzer und somit wendiger auf den häufig engen Bauernhöfen. Außerdem eignen sie sich hervorragend für Produkte mit hohem Raumgewicht.

Übernahme durch AB Texel Group

Bosman Transport gehört seit 2018 zur AB Texel Group. Dieser Betrieb übernahm 2018 mehrere Speditionsunternehmen in Zeeland (Bosman Transport, Minnaard Transport und Inter. Transportbedrijf Van de Swaluw) und vereinte sie in einer neuen Geschäftseinheit.

Durch diese Fusion ist es AB Texel Group möglich, Kunden ein breiteres Leistungsspektrum zu bieten, wenn es um den Transport von losen Agrarprodukten, wie Gemüse, Gras, Zuckerrüben und Getreide, Paletten und klimatisierten Transport geht.

Schubbodenauflieger mit Trichter

All die Jahre der Zusammenarbeit sorgen auch für viele schöne Erinnerungen. „Kraker und ich haben zusammen viel ausprobiert“, erzählt Giljo lachend. „Wir haben Äpfel für Coroos transportiert. Um das Entladen so reibungslos wie möglich zu gestalten, haben wir mit Trichtern experimentiert. Ein fixer Trichter, ein loser Trichter, ein in den Auflieger integrierter Trichter ... Es gibt nichts, was wir nicht ausprobiert haben. Aber als beim Entladen mehr Apfelmus als Äpfel aus dem Auflieger kamen, wurde uns klar, dass wir möglicherweise nicht an der richtigen Stelle nach einer Lösung suchten“, erzählt Giljo amüsiert.

„Wir haben in der Vergangenheit bereits andere Marken ausprobiert“, gibt Giljo zu, „aber das ist mehr als eine Art Test anzusehen. Man möchte auch mal wissen, ob ein anderer Auflieger genauso gut funktioniert. Aber wir sind doch immer zu Kraker zurückgekehrt.“ Wiebe ergänzt: „Derzeit sind bei Bosman 100 % Kraker-Schubbodenauflieger im Einsatz.“

Kraker-Botschafter

Wiebe stimmt seinem Vater zu und führt weiter aus: „Man kann uns eigentlich als Kraker-Botschafter bezeichnen. Wenn uns Leute fragen, warum wir so viele Kraker haben, kommen wir immer wieder auf die Qualität der Auflieger zurück. Die K-Forces, die derzeit bei uns eingesetzt werden, sind zweifellos die besten.“

Bei Bosman erfolgt die Wartung intern durch den Servicepartner KTTC. „Es hat schon eine ganze Weile viel Arbeit erfordert, bevor uns die K-Force vollständig vertraut war. Das war kurz nach Einführung von K-Force. Aber diese Zeit gehört der Vergangenheit an“, so Wiebe. „Durch unsere eigene Werkstatt (KTTC) lernt man sofort, worauf man achten muss.“

„Und dann muss man einfach von einem solchen neuen Konzept überzeugt sein. Wir sind auch unseren Mitarbeitern in der Werkstatt gegenüber verpflichtet, sofort zu handeln und Dinge nicht auf die lange Bank zu schieben. Erst kürzlich standen wir mit einer Serie neuer Trucks vor einer solchen Situation. Sie kamen mit zu vielen Problemen. Dann wechseln wir direkt. Das wird schon wieder, aber manchmal muss man eben eingreifen.“

„Schlussendlich ist Jan noch immer der Einzige auf dem Markt, der geschraubte Fahrgestelle fertigt“, sagt Wiebe. „Wir sind sogar eine Weile mit einem Vorführmodell gefahren. Ja, bei Kraker haben sie das wirklich gut gemacht. Andere Entwickler gehen da nicht ran. Man stellt schließlich eine ganze Fabrik auf den Kopf, braucht eine neue Produktionslinie und muss letztendlich auch bestimmte Dinge bewältigen. Das muss man alles in Kauf nehmen, wenn man etwas Neues auf den Markt bringt. Kraker war dazu bereit und es war ein voller Erfolg.“

Eine gute Beziehung gibt man nicht auf

Giljo und Wiebe sind sich einig, dass eine gute Beziehung sehr viel wert ist.
Geschäftsführer Wiebe Bosman und Sales Manager Thomas de Kraker von Smart Trailer Solutions haben eine gute Beziehung. „Ja, wir stehen wenigstens einmal pro Woche in Kontakt. Wir mieten jetzt zusätzlich bis Ende des Jahres 12 K-Forces über STS und die Kontakte dafür laufen über Thomas. Wir haben eine gute Beziehung und das soll sich nicht ändern. Wir bauen gemeinsam etwas auf, im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Wir brauchten kürzere Auflieger, nur 50 cm kürzer als üblich. In Axel bauen sie diese nach Wunsch. Und schließlich wurde das zu einer Standardgröße“, so Wiebe.

Wir sind miteinander ziemlich verflochten, sagt Giljo. „Es ist komplexer als nur Kraker/Bosman“, ergänzt Wiebe, „mehr als nur Spediteur und Lieferant. Die Rollen wechseln sich oft ab.“

„Seit 2024 stieg die Anzahl K-Force Agri-Trailers rasch an, von 8 auf 12 Stück. Die Auflieger sind mit Sonderoptionen ausgestattet, beispielsweise einem veränderten Dach, einem 6-mm-Boden und Optionen für ein möglichst geringes Eigengewicht. Wir werden stets einige Kipper behalten, beispielsweise, um kontrolliert auf ein Fließband entladen zu können“, erklärt Wiebe, um zu verdeutlichen, welche Art Fahrzeug jeweils eingesetzt wird.

Bei Bosman fahren auch noch einige ältere Kraker herum, aus einer Zeit vor der Einführung von K-Force. Wiebe: „Es sagt schon einiges aus, dass man jetzt nicht mehr sofort weiß, welcher Typ welcher ist. Das bedeutet, dass sie alle gleich gut sind.“

Ein breites und flexibles Angebot für unsere Kunden

„Seit 2021 kaufen wir nur noch Kraker. Der persönliche Kontakt, die Reaktion auf Anfragen, das ist einfach typisch Jan. Wir können miteinander vollkommen offen sprechen.“

Giljo Bosman schließt: „Bei allem, was wir unternehmen, haben wir ein Auge auf die Kontinuität. Durch die Bündelung unserer Kräfte entsteht ein Netzwerk, mit dem wir das Angebot und die Flexibilität für unsere Kunden verbessern.“ Wiebe ist ganz seiner Meinung.